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Gmünder Flieger in Serres

Blick aus der BW2Da die BW1 in der ersten Septemberwoche für die Fliegergruppe reserviert war und in Frankreich weilte haben der Horst Neukamm und ich uns kurzfristig entschlossen noch eine Woche Urlaub zu nehmen und nach Serres zu fahren.

Die Wettervorhersage war nicht optimal und wir lagen die ganze Woche vor einer Kaltfront die sich nur sehr zögerlich bewegte und uns immer wieder streifte. Dennoch hatten wir an drei Tagen Glück und konnten in einer mäßigen Südwestströmung ganz gute Flüge machen. 

Der Dienstag zeigte sich als hervorragender Thermiktag und es gelang uns aus dem Hang von Aspres (Apotre) in die Thermik einzusteigen. Den üblichen Weg über die Grete des Selles und Malup Richtung Colombis und danach zum Guillaume zeigte uns Klaus Ohlmann an. Die weitere Route Richtung Briancon und zum Glaicier Blanc war ebenfalls klassisch. 3500m Basis erlaubten dann einen Rückflug über die Ecrins hinweg nach Süden bis zum Lac de St. Croix und zurück nach Serres

Gmünder Flieger in Serres

Gewitter und tiefe Basis zwangen uns zu zwei Tagen Pause bevor am Freitag den 5.9.08 dann im Briefing Südwellen vorhergesagt wurden. Der Apotrehang trug auch gleich auf 1800m und nach einigen Versuchen fanden wir Wellenstrukturen vor dem Hang die auf 2400m gingen. Von dort flogen wir an einen Steinbruch zwischen Gr. Ceuse und Pic de Bure wo wieder eine Welle, wie von Klaus beschrieben stand, die uns auf 2800m brachte.

Den Versuch im Lee vom Bic de Bure eine weitere Welle zu finden bereuten wir sehr schnell und fanden uns in konstantem 5m Saufen wieder. Reumütig mussten wir dann in 1500m wieder auf der Südseite am Hang achtern und konnten anschließend die zuverlässige Ceuse-Welle wieder nutzen.

Mit 3000m flogen wir dann Richtung Guillaume der auf 2500m im Hangwind hervorragend trug. Darüber gab es eine Mischung aus Thermik Hangwind und Wellenstrukturen die sicher nur im Gebirge zu finden sind. Auf einer tragenden Linie die von Altocumuluswolken angezeigt waren glitten wir nach Südwesten Richtung Colombis und obwohl dieser nur 1733m hoch ist fanden wir eine Welle die uns total ruhig an den Wolken vorbei auf 5400m hob.

Gmünder Flieger in Serres

 

Ein herrliches Wolkenmeer unter uns mit Lentistrukturen über der  Cumulusbewökung war ein überwältigender Anblick. Leider fanden wir die Welle später nicht mehr und übten noch Hangfliegen und Welleneinstiege an der Crete de Selles und der Chabre.

Die außerordentlich schöne Landschaft und das Licht der Haute Provence ergaben wieder einmal unvergessliche Eindrücke.

Gmünder Flieger in Serres

Der Platz ist fliegerisch etwas anspruchsvoll. Hat einen sehr netten Campingplatz mit Chalets mit prima Sanitäreinrichtungen. Es gibt eine Gemeinschaftsküche und eine Grillstelle mit überdachtem Freisitz. Die Unkompliziertheit der Leute dort und das freundliche Flair machten es uns leicht eine wunderschöne Woche zu verbringen. Wir waren bestimmt nicht als letzte Mal in Serres la Batie.

 

Ingo Treuter

 

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