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Besuch im Dorniermuseum
Am Freitag 31.07.2009 wollten Susanne und ich endlich das Geschenk zum 50sten Geburtstag, einen Zeppelinflug von Friedrichshafen aus, einlösen. Da wir sehr zeitig unterwegs waren hielten wir am Dorniermuseum kurz an. Da ereilte uns die Nachricht, daß unser Flug wegen zu starken Windes abgesagt wurde.

Kurzerhand beschlossen wir das Museum zu besuchen, weil es auch von seiner äußeren Architektursprache sehr einladend auf uns wirkte. Drinnen empfing uns eine recht nüchterne aber freundliche Eingangshalle und wir bezahlten jeder 9,-€ Eintrittsgeld die sich reichlich lohnen sollten.

In die Ausstellung geht es dann über eine geschwungene Treppe, welche von Großportaits der Luftfahrgeschichtenschreiber auf Glaswänden umrahmt war, nach oben. Der erste Raum besteht aus drei senkrecht zueinander stehenden Projektionsflächen für Filme. Hier wurde eine Zeitreise durch die gesamte Geschichte von Claude Dornier und der Firma Dornier gezeigt.

Der sich selbst erschließende Rundgang führte uns dann in einen Ausstellungsbereich der besonderen Art. Hier waren Großvitrinen mit Modellen der von Claude Dornier entwickelten Flugzeuge zu sehen. Besonders beindruckend war, daß die Filme die von hinten auf die mattierten Glasrückwände der Vitrinen jeweils themenbezogen zu den Exponaten eingespielt werden konnten.

Der Boden ist ebenfalls als Ausstellungsfläche für die Transatlantikroutengeschichte der Dornierflugzeuge genutzt. Großbilder auf aufgefalteten Wänden geben den passenden Rahmen dazu. Die hervorragende Technik und Ausleuchtung erlaubte einen ungestörten und dennoch freien Zugang zu allen Exponaten.

In einer weiteren Abteilung wurden auf einer horizontal liegenden runden Glasplatte die Kriegsjahre filmisch dargestellt während wir nebenbei die Ausstelenug runherum anschauten. Es folgte der Schritt hinen in die Weltraumerforschung durch die Firma Dornier. Diese wurde in kastenförmigen Filmvorführungsgeräten jeweil zu den einzelnen in kurzen Beiträgen gezeigt, wobei der jewilige Satelit als Modell ständig im Hintergrud zu sehen ist.

Anschließend gehts auf den Balkon einer großen Halle mit Originalflugzeugen und weiteren Betätigungsfeldern der Firma wie z.B. umbemannten Drohnen, Folien- und Gewebeherstellung, Schockwellentherapie, Verkehrskonzepte und vieles mehr.

Nach dem Ausgang durch den Museumsshop schnappten wir noch etwas frische Luft im Aussengelände wo ebenfalls weitere Originalflugzeuge zu sehen waren. Nach ca zweieinhalb Stunden hatten wir einen begeisternden Eindruck von einer Ausstellung die den Begriff Museum weit von sich weist, und durch gigantische Technik überzeugt.

Die sogenannte Museumsbox spiegelt herübertransportiert die Worte seines Namensgebers beeindruckend wieder: "Nicht das Geldkapital bestimmt den Inhalt und Wert eine Unternehmens, sondern der Geist der in ihm herrscht. Geist ohne Tradition ist undenkbar."

Meines erachtens ist es ein muß für alle -und Luftfahrtfreunde.

Es grüße euch
Ingo Treuter

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