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Ein Flugzeug wird durchleuchtet |
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Segefliegen wird ja bekanntermaßen so von Frühling bis Spätsommer betrieben. Im Herbst und Winter gilt es, die Flugzeuge in jeglicher Hinsicht wieder auf Vordermann zu bringen und für die nächste Saison fit zu machen. Was je nach aktuellem Flugzeugzustand zwischen 20 bis 40 Arbeitsstunden und eine jährliche Durchsicht in einem LTB (Luftfahrttechnischen Betrieb, ähnlich dem TÜV) erfordert.
Kommt so ein Flugzeug mal in die Jahre, dann steht eine Komplett-Überprüfung an, so wie derzeit bei unserem Clubklasse-Einsitzer LS4 "Kaltes Feld". Dieser hat mit fast 3000 Flugstunden jetzt das Ende seiner „ersten Lebensdauer“ erreicht und wird derzeit, ähnlich dem D-Check bei Passagierflugzeugen, die alle 6 bis 10 Jahre bis auf die letzte Schraube zerlegt werden, so weit technisch möglich demontiert. Da moderne Segelflugzeuge aber komplett aus GFK (Glasfaserkunststoff) bestehen, gibt es kaum etwas auseinanderzuschrauben. Rumpf und Flügel bestehen, abgesehen von den Steuerflächen, jeweils aus einem Stück und können nicht zerlegt werden. Stattdessen werden die einzelnen Teile von innen durchleuchtet bzw. mit einer Endoskop-Kamera untersucht. Denn jegliche Art von Beschädigung zeigt sich in dem grünlich-transparenten GFK als weiße Färbung und kann bei gründlicher Kontrolle sicher erkannt werden.
Bei positivem Untersuchungsergebnis bzw. nach erfolgten Reparaturen wird der Einsitzer erneut für 3000 Betriebsstunden zugelassen. Darüber freuen sich vor allem unsere Nachwuchspiloten, für die die LS4 der erste Einsitzer nach ihren ersten Alleinflügen im Schuldoppelsitzer ist. Nicht nur deshalb sind die Jugendlichen an den notwendigen Vorarbeiten maßgeblich beteiligt.
Martin Balzer
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